Neue Chancen: Der rasante Anstieg an Hauskatzen

Was das für den Heimtiermarkt bedeutet

Katzen sind längst nicht mehr nur «das unkomplizierte Haustier für nebenbei». In der Schweiz wächst die Katzenpopulation – und das stetig. Mit ihr wächst ein ganzer Markt aus Futter, Ausstattung und Zubehör, sowie auch Chancen, Katzenhaushalte neu zu denken.

Zahlen die den Trend sichtbar machen

Im Jahr 2025 leben gemäss dem «Verband für Heimtiernahrung (vhn)» rund 1,52 Millionen Katzen als Haustiere in der Schweiz. Damit sind Katzen die beliebtesten Haustiere der Schweizer.

Ein Blick auf die Identitas-Statistik zeigt, dass auch die Anzahl Katzenhalter:innen mit registrierten Katzen kontinuierlich zunimmt. Waren es vor zehn Jahren noch rund 200'000 Katzenhalter:innen, sind es Anfang 2026 über 490'000.

 

Anzahl Katzenhalter:innen der registrierten und lebenden Katzen seit 2016

Statistik-Identitas-2

Quelle: tierstatistik.identitas.ch/de/cats-keepers.html

 

Warum steigt die Zahl der Hauskatzen so stark?

  • Urbanisierung und Wohnsituation: Viele Menschen wollen ein Haustier, aber Hund passt oft schlechter zu Job, Pendeln und Mietwohnung. Eine Katze erscheint alltagstauglicher.
  • Mehr Single-Haushalte und Homeoffice-Effekte: Gesellschaft im Alltag, ohne grosse Umstellungen.
  • Soziale Medien und «Cat Content»: Katzen sind kulturell präsenter denn je, das beeinflusst Wunsch und Kaufverhalten.
  • Zweit- und Drittkatzen: Damit der Stubentiger nicht allein bleibt, zieht oft ein «Gspänli» mit ein.

Hauskatze

Auswirkungen auf den Handel

Verbrauchsprodukte als Stabilitätsfaktor

Katzen sind aus «Handelssicht» attraktiv, weil viele Bedürfnisse regelmässig und planbar anfallen:

Problemlöser statt Produktverkauf

Mit mehr Katzen nehmen typische Alltagsprobleme zu:

Sortimente, die konkrete Probleme lösen, können an Relevanz und Kundenbindung gewinnen.

 

Konkrete Chancen für den Handel

  • Situationen statt Produkte denken: Inhalte und Sortimente nach Lebenslagen wie erste Katze, Zweitkatze, Wohnungskatze oder Senior strukturieren – das kann den Warenkorb über echten Nutzen erhöhen.
  • Streu und Hygiene gezielt ausbauen: Hohe Wiederkaufrate und planbarer Bedarf kann diese Kategorie zu einem stabilen Umsatztreiber machen.
  • Beschäftigung als Grundbedarf etablieren: Besonders Indoor-Katzen benötigen mehr Auslastung – Kratzmöbel, Such- und Rotationsprodukte sorgen für kontinuierliche Nachfrage.
  • Problemlösender Content wirkt direkt verkaufsfördernd: Praxisnahe Guides reduzieren Frust und können konkrete Kaufanlässe schaffen.
  • Verantwortung zeigen, ohne grosses Budget: QR-Guides, Checklisten oder Kooperationen stärken Glaubwürdigkeit und Kundenbindung.

Wer Katzenhaltung ganzheitlich versteht und begleitet, kann nicht nur Umsatz, sondern langfristige Relevanz und Vertrauen im Heimtiermarkt schaffen.

 

 

Disclaimer

Jedes Geschäft ist individuell und Strategien können eine unterschiedliche Wirkung haben. Diese Tipps sollen dir die Möglichkeit geben etwas auszuprobieren um zu sehen, was für dich am Besten funktioniert. 

Ob etwas klappt oder nicht hängt auch stark von der Umsetzung ab und es besteht keine Garantie. Doch wir wünschen dir auf jeden Fall viel Erfolg und Freude an deinem Geschäft!

 

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Sina
2 min
9.3.2026